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Anatomie eines Problems

Um den Wert eines Ergebnisses zu verstehen, muss man die zuvor gelösten Probleme kennen.“ (H.E.)

Doch nicht jedes Hindernis, jede Schwierigkeit oder Herausforderung ist tatsächlich ein Problem. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff inflationär verwendet: Fast jede Unannehmlichkeit wird gedankenlos sofort als „Problem“ bezeichnet.

Ist das Wetter schlecht, haben wir ein Problem.

Funktioniert eine Maschine nicht, haben wir ein Problem.

Reicht das Geld gerade nicht aus, haben wir ein Problem.

Diese Beispiele mögen ärgerlich, unangenehm oder belastend sein – doch in der ursprünglichen, grundlegenden Bedeutung des Wortes sind sie keine Probleme. Und diese Unterscheidung ist nicht nebensächlich, sondern wesentlich.

Die entscheidende Unterscheidung:
Ein echtes Problem hat immer mit einem selbst zu tun!

Es betrifft niemals nur äußere Umstände, sondern immer den Menschen, der es „hat“. Ein Problem lässt sich klar abgrenzen:

Es besteht aus zwei entgegengesetzten, gleichwertigen Ideen oder Absichten, die beide zu uns gehören.
Aber das eigentliche Problem entsteht nicht durch diese Gegensätze – sondern dadurch, dass keine Entscheidung möglich erscheint. Man bleibt innerlich in einem „Vielleicht“ stecken.

Das echte Problem ist also kein äußeres Hindernis, sondern ein innerer Konflikt:
 Ein Spannungsfeld zwischen zwei Polen, die beide ihre Berechtigung haben und dennoch nicht gleichzeitig gelebt werden können.

Ursprung und Bedeutung des Wortes: 
Das Wort Problem stammt aus dem Griechischen próblēma und bedeutet sinngemäß „das Vorgelegte“.


Es setzt sich zusammen aus:
"pro" – vor, voraus, für 
"bállein" – werfen

Ein Problem ist somit etwas, das uns vorgelegt oder vorangestellt wird – ein Hinweis auf einen Punkt, an dem Entwicklung ansteht. Bleibt ein Problem ungelöst, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder erscheinen – oft in veränderter Form, aber mit demselben inneren Kern.


„Pro“ bedeutet zugleich auch „für“. Ein Problem ist also für einen selbst bestimmt. Wäre es gegen uns gerichtet, müsste es „anti“ oder „kontra“ heißen – dann wäre es kein persönliches Problem, sondern ein äußerer Widerstand wie zB eine Hürde, Schwierigkeit, Vorschrift, Ärgernis, Herausforderung usw.

Auf derlei Unterscheidungen lege ich durchaus wert, da allein schon deshalb eine andere Sichtweise auf ein „Problem“ entsteht.

Hinweis: Manchmal ist ein "Problem" auch darin begründet, dass man vorhandenes Wissen nicht oder nur sehr schwer findet - also viel Zeit mit Suchen aufbringen muss. Hier wäre eine ideale Lösung.

(Hubert Ehrenreich; dies ist nur ein Auszug aus einer umfangreicheren Abhandlung über dieses Thema, das derzeit in Buchform verfasst wird ©.

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